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Übersicht Audiobeiträge 

audiostation 4


1 – Heiliger Aufgang

Vor dem Kirchturm der ehemaligen Pfarrkirche Klein Sankt Martin können Sie heute in Jeans und Turnschuhe gemütlich eine breite Treppe zur U-Bahn Station „Heumarkt“ hinabsteigen. Wo wir hinabsteigen, kletterten die römischen Kölner hinauf. Kaum vorzustellen, an dieser Stelle fiel die römische Stadtanlage am Uferhang zehn bis zwölf Meter ab. Sie stehen nun auf halber Höhe des heutigen Treppenabstiegs vor dem Glaskasten mit dem römischen Treppenaufstieg. Erkennen Sie die schmalen, römischen Treppenstufen im Sediment? Sehen Sie die Benutzer in Tunika und Sandalen vor sich, die hier die Stadtmauer erklommen? Aber immerhin: Wer oben ankam, wurde mit einem großartigen Anblick belohnt, berichtet der Experte für römische Stadtgeschichte Dr. Alfred Schäfer.


2 – Lichhof

Fast am Ende der Via Culturalis befindet man sich hinter dem Chor von Sankt Maria im Kapitol plötzlich in einer Oase der Ruhe mitten im Rummel der Stadt. Aus dem frühneuhochdeutschen „Leich“ für „Leiche“ ist im Namen des Platzes mittelhochdeutsch „Lich“, „Lichhof“ geworden. Die Erklärung liegt nahe. Hier befand sich einst der Kirchfriedhof von St. Maria im Kapitol. Wer seinen Blick nach links gleiten lässt, entdeckt, etwas versteckt, das Dreikönigenpförtchen. Der Legende nach sollen hier 1164 in einer Prozession vom Rhein herauf die Gebeine der Heiligen Drei Könige in die Stadt gebracht worden sein. Allerdings wurde das heutige Törchen, über dem die Anbetung der Heiligen Drei Könige dargestellt ist, erst 1460 errichtet.


3 – Kapitolstempel

Sie stehen im Hof des Kreuzgangs der Kirche Sankt Maria im Kapitol und freuen sich an den blühenden Blumen, falls es nicht gerade Winter ist. Begeben Sie sich vor die Mauer, die rechts vom Eingangsportal mit ihrem Rücken zur Kirche in steht. Links von Ihnen müsste eine hölzerne Durchgangstür zum Garten der Kirche sein. Hier können Sie im Mauerwerk noch die Grauwacke aus römischen Zeiten ausmachen. Dr. Alfred Schäfer, der Archäologe des Römisch-Germanischen Museum, weiß wie es hier zu römischen Zeiten aussah:


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