Ein Handbuch für den öffentlichen Raum

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Die Stadt Köln hat für das Quartier Via Culturalis ein Handbuch für den öffentlichen Raum erarbeitet, welches am 29. April im Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud vorgestellt wurde. Es umfasst konkrete Handlungsansätze zu den Themen Gestaltung und Kommunikation, die entwickelt wurden, um den besonderen Stadtraum zwischen der Hohen Domkirche und der romanischen Kirche Sankt Maria im Kapitol aufzuwerten und seine Qualität langfristig zu sichern.

Bestandteile des Gestaltungskonzepts sind mitunter das Grauwacke-Pflaster sowie die eigens entwickelte Via Culturalis-Bank, die sich stimmig in die vorhandene kubische Formensprache des Stadtquartiers einfügen. Darüber hinaus gingen aus dem Gestaltungshandbuch Ideen hervor, wie etwa Funktionselemente im öffentlichen Raum, beispielsweise Leuchten, Fahrradständer und Abfallbehälter, gestalterisch aufgewertet werden können.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker fasst zusammen: Die Stadt Köln nutzt jetzt die Chance, das Alleinstellungsmerkmal einer 2.000-jährigen Geschichte in die Zukunft fortzuschreiben. Mit der Erarbeitung des Handbuchs und des Gestaltungskonzepts zur Via Culturalis haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht.

Das Kommunikationskonzept beinhaltet Elemente wie die Internetseite, die App "Audiotour Via Culturalis" und das Corporate Design, welches bei der Außendarstellung – insbesondere auf den Bauzäunen der verschiedenen Projektentwicklungen – angewendet werden soll, um den Stadtraum nachhaltig zu profilieren.

Zusätzlich zu den konzeptionellen Ansätzen formuliert das Handbuch Handlungsempfehlungen sowohl für die Verwaltung, als auch für die am Stadtraum Via Culturalis beteiligten Akteure aus den Bereichen Kultur und Kirche sowie Gewerbe, Gastronomie und Immobilienwirtschaft, da es neben der baulichen Aufwertung des öffentlichen Raums entscheidend ist, wie dieser täglich bespielt und genutzt wird.

Das Handbuch wurde im Rahmen des Bundesförderprogramms Nationale Projekte des Städtebaus gefördert. Im Sinne einer Weiterentwicklung des städtebaulichen Masterplans Innenstadt stellt es zudem das Ergebnis des ersten Lupenraums dar. In den kommenden Wochen wird das Handbuch in den politischen Fachausschüssen beraten und soll am 4. Juli 2019 analog zum städtebaulichen Masterplan Innenstadt als konzeptioneller Rahmen und stadtgestalterische Handlungsempfehlung vom Stadtentwicklungsausschuss beschlossen werden.

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