Fertigstellung der Gürzenichstraße

Nach rund drei Jahren Bauzeit ist es so weit: Die Gürzenichstraße und der angrenzende Günter-Wand-Platz im Herzen der Kölner Altstadt erstrahlen in neuem Glanz. Mit der abgeschlossenen Neugestaltung wurde nicht nur ein wichtiger Abschnitt der historischen Innenstadt aufgewertet – die Gürzenichstraße bildet zugleich den ersten realisierten Baustein der städtebaulichen Vision Via Culturalis.

Zwischen Hohe Straße und Heumarkt zieht sich nun ein hochwertig gestalteter Stadtraum, der nicht nur funktional überzeugt, sondern auch gestalterisch Maßstäbe setzt. Rund 4.000 Quadratmeter wurden in Anlehnung an das Gestaltungshandbuch der Via Culturalis überarbeitet – mit dem Ziel, den öffentlichen Raum zwischen bedeutenden Kulturinstitutionen zu stärken und sichtbarer zu machen.

Ein zentrales Anliegen war es, die Gürzenichstraße als barrierearme Verbindung für Fußgängerinnen und Fußgänger aufzuwerten. Der Abschnitt zwischen Große und Kleine Sandkaul wurde zur reinen Fußgängerzone umgestaltet. An der Kreuzung mit der Kleinen Sandkaul sorgt ein großzügiger Zebrastreifen für sicheren Übergang. Wo früher verschiedene Gesteinsarten und Verlegemuster für ein unruhiges Bild sorgten, findet sich heute ein durchgehendes Pflaster aus regionaltypischer Grauwacke – harmonisch, robust und gestalterisch klar.

Die Fahrbahn im östlichen Bereich bleibt Einbahnstraße, wurde jedoch verschmälert und mit granitgefassten Bordsteinen klarer vom Gehweg getrennt. Der Belag wurde im „Fischgrätverband“ verlegt, eine Technik, die gleichzeitig optische Struktur und Stabilität bietet. Dank offener Rinnen und einer Drainasphalt-Tragschicht ist auch für die Entwässerung und Dauerhaftigkeit gesorgt.

Der angrenzende Günter-Wand-Platz wurde ebenfalls grundlegend überarbeitet – und zwar mit dem Ziel, eine Ruhezone im stark frequentierten Stadtraum zu schaffen. Die alten Bäume blieben erhalten und wurden durch eine neue Wegedecke eingefasst. Auch hier kommt das Grauwacke-Pflaster zum Einsatz, das sich inzwischen als gestalterisches Rückgrat der Via Culturalis etabliert hat.

Die Umsetzung der Maßnahme erfolgte im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ und wurde mit rund 7,4 Millionen Euro gefördert. Den Beschluss für den Umbau hatte der Kölner Stadtrat im Mai 2019 gefasst – die Fertigstellung wurde durch archäologische Funde und Lieferverzögerungen etwas hinausgezögert, konnte nun aber erfolgreich abgeschlossen werden.

Mit dem Abschluss der Arbeiten an der Gürzenichstraße nimmt die Via Culturalis weiter Gestalt an: Als sichtbare Referenz für die künftige Aufwertung von Stadträumen rund um das MiQua, das Wallraf-Richartz-Museum oder den Kurt-Hackenberg-Platz dient dieser Abschnitt als gestalterischer Maßstab und Ausgangspunkt für die nächsten Kapitel der Via Culturalis.

Im Mai 2025 wird die Straße offiziell eingeweiht – mit einem Fest, das Musik, Stadtgeschichte und Kultur miteinander verbindet. Die Gürzenichstraße ist damit nicht nur ein neuer Weg durch Kölns Altstadt, sondern auch ein sichtbares Zeichen für eine Stadt, die ihre Geschichte in die Zukunft führt.

 

Vom Spatenstich 2022 bis zur Fertigstellung:

 
Weiter
Weiter

Erfolgreiche Tage beim Via Culturalis Forum in Köln: Gemeinsam für die Zukunft der Kultur