Ein Boden für die Götter – Das Dionysosmosaik

Bei archäologischen Ausgrabungen in Köln wurden mehrere Mosaikfußböden gefunden, diese bezeugen Anlagen von römischen Villen für wohlhabendere Bewohner*Innen der Stadt. Die Peristylhäuser, großzügig angelegten Stadthäuser waren über das gesamte Stadtgebiet verteilt, eine besondere Anlage konnte am Dom teilweise ergraben werden.

Hier befand sich vom 1.-4. Jh. die größte Kölner Villa auf einer Grundfläche von 3500 m² mit Laubengängen, repräsentativer Eingangshalle, Innenhöfen (Peristyl) und mindesten 20 Räumen, teilweise mit Fußbodenheizung und fließend Wasser.

Besonders nennenswert ist ein prächtig gestalteter Festsaal mit einem Mosaikboden von rund 75 m². Es müssten um die 1,5 Millionen Steinen sein. Es stammt aus der Zeit um 230 und wurde zufällig 1941 beim Bau des Dombunkers in 6 m Tiefe entdeckt.

Dieses Mosaik befindet sich heute noch an originaler Fundstelle, wodurch der Bau des Römisch-Germanischen Museums 1967-74 darüber errichtet wurde. Durch ein großes Panoramafenster ist es vom Roncalliplatz öffentlich einsehbar.

Eine sehr lebendige Farbigkeit wird durch verschiedene Materialien erreicht, darunter Steine aus Kalkstein, lithographischer Schiefer, Scherben von Terra Sigillata-Geschirr und auch das typische blaue und grüne Kölner Glas.

Innerhalb eines kompliziert wirkenden Liniennetzes mit unterschiedlichen Mustern befinden sich verschiedene Bildfelder die in das Netzt hineingeflochten scheinen. Nach innen entstehen Achteckformen, nach außen Sterne, zwischen diesen sind Quadrate angeordnet. Das Themenfeld der Darstellungen behandelt den Dionysoskult, so sind Pflanzen, Tiere, Musiker, Satyrn, Amor, Pan und Dionysos dargestellt.

Im Augenblick ist das Römisch-Germanische Museum wegen Sanierung geschlossen und befindet sich im Interim im Belgischen Haus am Neumarkt.

 

Das Dionysosmosaik

 
 
 
 
 
 

Was es zu entdecken gibt

Heute wird der Platz an Karneval oder der Cologne Pride und für weitere Großveranstaltungen genutzt.

Der Kölner Pfennig war auch Werbeträger für die Stadt Köln! Zu lesen war hier meist „Sancta Colonia“ Heiliges Köln, so wusste jeder, dass Köln eine heilige Stadt war und ein wichtiges Pilgerziel. Ausgestellt sind Münzen z.B. in der Schatzkammer des Kölner Doms und im Kölnischen Stadtmuseum.

In der Platzmitte befindet sich der Jan von Werth Brunnen, der die Geschichte um Jan und Griet erzählt.

An Haus Nr. 24 ist ein nacktes Hinterteil zu sehen, der sogenannte Kallendresser.

 

direkte Umgebung

Dom

Domhotel

Römische Hafenstraße

  • Reproduktions-Nr: rba_c001705
    Bildnachweis: Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv
    Dionysios-Mosaik

    Reproduktions-Nr: rba_mf055572
    Bildnachweis: Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv Köln,
    Dionysos-Mosaik, Köln, 1901/1930?

    Reproduktions-Nr: rba_d035090
    Bildnachweis: Historisches Archiv mit Rheinischem BildarchivAlbers, Michael, 2013
    Dionysos-Mosaik, Köln, um 220

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Wo einst Wasser floss, strömen heute Menschen – Der Alter Markt