Der Platz selbst ist das Kunstwerk – Dani Karavans „Ma’alot“
Östlich vor dem Domchor auf dem Weg zum Rhein überquert man zwangsläufig das größte Kunstwerk im öffentlichen Raum in Köln, das „Ma’alot“ von Dani Karavan.
Meistens wird man ein wenig gehindert über den Heinrich-Böll-Platz zu laufen, denn darunter befindet sich die Philharmonie und wenn ein Konzert stattfindet, wird der Platz gesperrt.
Doch der aufmerksame Blick nach links und rechts lohnt sich: Dani Karavan nutze 1986 verschiedenste Materialien: Gras, Bäume, Ziegelsteine, Granit, Gusseisen, Eisenbahnschienen und das alles für eine Platzgestaltung auf 5.000m².
„Ma’alot“ steht im biblischen Hebräisch für Stufe, Sprosse oder Terrasse. Shirei ha Ma’alot, Stufen- oder auch Wallfahrtslieder, sind die Psalmen 120 bis 134. Es kann auch Steigung, Winkel, Grad bedeuten. Und dies alles ist auch im Kunstwerk Dani Karavans sichtbar.
Die Materialien nehmen Bezug auf die baulichen Elemente der Umgebung: den Roncalliplatz, den Hauptbahnhof und Hohenzollernbrücke, das Museum Ludwig, die Treppenarchitektur, die Rheinuferpromenade und den Rhein.
Die Stufenelemente seines markanten Turmes beziehen sich jedoch nicht nur auf Stufenlieder und die Treppenanlage heute, sondern zudem nehmen sie Bezug, auch auf die 1817 abgebrochene romanischen Stiftskirche St. Maria ad gradus (Maria zu den Stufen) die sich hier befand.
Das Kunstwerk und der Platz wurde konzipiert in der Umstrukturierung und Neuplanung des gesamten Areals östlich des Doms. Ein Kulturzentrum war angedacht mit Philharmonie und Museum Ludwig, inklusive Kino und Bibliothek. Zudem wurde die Erschließung zum Rhein neu geplant, der Busbahnhof sollte weichen und eine Untertunnelung der Rheinuferstraße her.
Ma’alot von Dani Karavan
Highlights
Den Durchblick – Durch den Turm gibt es einen Durchblick auf den Domchor und einen Turm.
Direkte Umgebung
Museum Ludwigh und Philharmonie
Kölner Dom
Roncalliplatz
-
Mahalot_Stele_c_Kölnisches Stdtmuseum, Anke Leyendecker
Mahalot_c_Kölnisches Stdtmuseum, Anke Leyendecker