Von Hähnen und Rasierspiegeln – Das Südportal des Kölner Doms
Auch der Kölner Dom wurde im II. Weltkrieg beschädigt. Viele Bauteile und Bereiche wurden originalgetreu restauriert oder wiederaufgebaut, doch gab es auch wunderbare Neuschöpfungen der Nachkriegszeit. So wurde für die Neuschaffung der Bronzetüren des viertürigen Südportals 1948 der Künstler Ewald Wilhelm Hubert Mataré (1887-1965) beauftragt.
Das Südportal umfasst die Bischofs- und Papsttüre die zum Domjubiläum 1948 eingebaut werden konnten, die Pfingsttüre von 1953 und die Schöpfungstüre aus dem Jahr 1954.
Eine Kirche mit Fenstern für die Ewigkeit – St. Andreas
Heute sind ca. 1 km der ehemals ca. 4 km langen römischen Stadtmauer aus dem 1.-3. Jh. erhalten. Sie besahs mindestens 9 Stadttore und ca. 19 Wehrtürme. Die Ummauerung wurde mit einem ca. 3 m hohen Fundamentsockel versehen und dann an der Innen- wie Außenseite mit kleineren Grauwackequadern gemauert, die im Zwischenraum mit Gußbeton gefüllt wurde. Vor der Stadtmauer befand sich zudem ein ca. 4 m tiefer und 9 m breiter Stadtgraben. Von einem bekrönenden Zinnenkranz ist nichts mehr erhalten. Hier an der Nordseite ist der Geländeunterschied gut sichtbar.
Römische Macht in Stein und Wasser – Der Römerbrunnen
Heute sind ca. 1 km der ehemals ca. 4 km langen römischen Stadtmauer aus dem 1.-3. Jh. erhalten. Von den mindestens 9 Stadttore und ungefähr 19 Wehrtürmen sind einige Objekte erhalten. Wie hier am Römerbrunnen.
Kurz vor dem Zeughaus ist auf den Fundamentresten eines römischen Wehrturms 1915 nach Plänen des Architekten Franz Brantzky eine Brunnenalge zu Ehren des römischen Kölns angelegt worden. Der Kölnische Verschönerungsverein ließ zahlreiche Brunnenanlagen im immer noch sehr eng bebauten mittelalterlichen Köln für eine bessere Belüftung und Ortsaufwertung anlegen.
Kunst Über den Köpfen der Passant:innen – Otto Pienes „Licht und Bewegung“
Geschäftig geht man meist, etwas gehetzt die Hohe Straße entlang. Doch lohnt ein Blick nach links und rechts, denn es gibt einige wunderbare Kunstwerke zu entdecken.
Direkt am Anfang der Hohe Straße, dem Eckhaus 124-26, befindet sich eine Fassade die durch Künstler Otto Piene (1928-2014) gestaltet wurde. Die Kunst am Bau „Licht und Bewegung“ wurde vom Herrenbekleider Theo Wormland für sein Kölner Kaufhaus 1966 beauftragt. Das Aluminiumkunstwerk bedeckt die Fronten des Eckhauses und besteht aus 629 flachen Pyramiden auf quadratischen Flächen. In unregelmäßiger Verteilung sind überdimensionale stecknadelartige Gebilde angebracht, die mit Leuchtkörpern versehen sind. Im oberen Bereich auf der Hohe Straße verdichtet sich die Anordnung und bildet ein Rad, welches über mehrere Achsen rotieren kann.
Ein nacktes Hinterteil – der Kallendresser von Mataré
Auf dem Alter Markt am Haus Nr. 24 streckt sich ein nacktes Hinterteil den Besucher*Innen entgegen. Diese skurrile Plastik schuf 1964 der Düsseldorfer Kunstprofessor Ewald Wilhelm Hubert Mataré (1887-1965). Am von Hans Schilling 1958/59 neu errichteten Haus fand dieses Kunstwerk wenige Jahre später seinen Platz, Ursprung gibt ein im II. Weltkrieg zerstörtes etwa 70 cm großes Relief.
Eine verschmähte Liebe mit Helden und doch ohne Happyend – Der Jan-von-Werth-Brunnen
In der Platzmitte des Alter Markts befindet sich ein Brunnen mit Denkmal, welcher an einen Volkshelden Kölns erinnert: Reitergeneral Jan von Werth (1591-1652), der im Dreißigjährigen Krieg kämpfte. Der Brunnen ist 1884 von Wilhelm Albermann geschaffen worden.
Eine Sage in Stein erzählt – Der Heinzelmännchenbrunnen
Der Heinzelmännchenbrunnen zeigt die Geschichte der Kölner Heinzelmännchen ganz anschaulich in Bilder, Texten und Skulpturen. Gestaltet 1899 von Dombildhauer Edmund Renard und seinem Sohn, dem Architekten Heinrich Renard. Der Brunnen hatte das vorrangige Ziel die enge und dunkle Kölner Altstadt aufzuwerten. Ganz im neugotischen Stil gestaltet, im Auftrag des "Cölner Verschönerungsverein" zum hundertsten Geburtstag des schlesischen Volksdichters August Kopisch, der die mündlich überlieferte Sage durch sein Gedicht 1836 populär machte.
Kunst als Wiederaufbau – Versteckte Göttin in der Einkaufspassage
Ganz singulär für Köln, waren die klaren Notverglasungen, die nach dem II. Weltkrieg in der Kirche St. Andreas eingesetzt wurden, bis vor wenigen Jahren noch vollständig sichtbar. In Teilen ist diese sogar heute noch sichtbar, denn sie werden seit 2005 in einem einmaligen Projekt der Kirchengemeinde St. Andreas und dem Förderverein Romanische Kirchen Köln ersetzt: das Projekt die Fenster für die Ewigkeit von Künstler Prof. Markus Lüpertz, langjähriger Direktor der Düsseldorfer Kunstakademie.
Ein Boden für die Götter – Das Dionysosmosaik
Bei archäologischen Ausgrabungen in Köln wurden mehrere Mosaikfußböden gefunden, diese bezeugen Anlagen von römischen Villen für wohlhabendere Bewohner*Innen der Stadt. Die Peristylhäuser, großzügig angelegten Stadthäuser waren über das gesamte Stadtgebiet verteilt, eine besondere Anlage konnte am Dom teilweise ergraben werden.
Wie Erinnerung ihren Platz im Stadtbild fand – Der erste Stolperstein
Am 16.12.1992, am 50. Jahrestag des sogenannten Auschwitz-Erlasses verlegte Gunter Demnig zusammen mit Aktivisten*Innen des Kölner Rom e.V. den ersten Stolperstein vor dem Historischen Rathaus.
Ein Mahnmal im Mahnmal – „Trauernde Eltern“ nach Käthe Kollwitz zum Gedenken an den Zweiten Weltkrieg
Hier sind in einem Mahnmal an das Gedenken des II. Weltkriegs weitere Mahnmale aufgestellt. Die Kriegszerstörte Kirche Alt St. Alban wurde als Kirchenruine gesichert und als Mahnmal für die Toten der Weltkriege und der NS-Diktatur als Ruine bewahrt. Im Kirchenschiff findet man zwei weitere Mahnmale: ein Kriegsgefangenenmahnmal und die Skulpturengruppe „Trauernde Eltern“.
Wo Köln bis heute im Kreis schunkelt – Der FAstnachtsbrunnen
Der Fastnachtsbrunnen auf dem Gülichplatz erzählt vom Karneval als Lebensgefühl der Stadt — zwischen Feier, Satire und kölscher Selbstbehauptung.