Eine Sage in Stein erzählt – Der Heinzelmännchenbrunnen
Der Heinzelmännchenbrunnen zeigt die Geschichte der Kölner Heinzelmännchen ganz anschaulich in Bilder, Texten und Skulpturen.
Gestaltet 1899 von Dombildhauer Edmund Renard und seinem Sohn, dem Architekten Heinrich Renard. Der Brunnen hatte das vorrangige Ziel die enge und dunkle Kölner Altstadt aufzuwerten. Ganz im neugotischen Stil gestaltet, im Auftrag des "Cölner Verschönerungsverein" zum hundertsten Geburtstag des schlesischen Volksdichters August Kopisch, der die mündlich überlieferte Sage durch sein Gedicht 1836 populär machte.
Gezeigt wird sehr bildhaft die Sage um die Heinzelmännchen von Köln als breit angelegte Brunnenanlage. Text- und Bildreliefs mit den Berufsständen, denen die Heinzelmännchen helfen sind dargestellt. Bekrönt wird die Szenerie durch eine Treppe und dem Höhepunkt der Sage: "Neugierig war des Schneiders Weib", sie legte Erbsen auf die Treppe, um herauszufinden wer nachts alle Arbeit verrichtete. So vertrieb sie die fleißigen Helfer: "Oh weh nun sind sie alle fort und keines ist mehr hier am Ort, man kann nicht mehr wie sonsten ruhn man muß nun alles selber thun....".
Ein Umschreiten des Brunnens lohnt sich, denn die Rückseite zeigt ein Detail: eine Eule, die auf einem Buch sitzt, sie gehört nicht zur Sage oder zum Gedicht.
Die Eule steht für Weisheit und hält den Betrachter*Innen einen Spiegel vor.
Der Brunnen überstand fast unbeschadet den II. Weltkrieg, doch konnte der Heilbronner Sandstein nicht gegen die heutige Umweltbelastung standhalten und musste in den 1990er Jahren umfangreich restauriert werden.
Schneidersfrau vom Heinzelmännchenbrunnen
Was es zu entdecken gibt
Die originale Schneidersfrau befindet sich im Kölnischen Stadtmuseum.
Die steinerne Pumpe stammt aus dem 18. Jh.
direkte Umgebung
Dionysosmosaik
Römische Hafenstraße
Ewald Mataré Südportaltüren Kölner Dom
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Reproduktions-Nr: rba_d060045_01
Bildnachweis: Historisches Archiv mit Rheinischem BildarchivKreusler, Tobias, 18.09.2023
Renard, Edmund, Schneidersfrau vom Heinzelmännchenbrunnen, Kölnisches Stadtmuseum, Köln, Inv.-Nr. KSM 1995/32