Den Blick immer nach Norden gerichtet – Das römische Nordtor

Heute sind ca. 1 km der ehemals ca. 4 km langen römischen Stadtmauer aus dem 1.-3. Jh. erhalten. Sie besahs mindestens 9 Stadttore und ca. 19 Wehrtürme.

Die Ummauerung wurde mit einem ca. 3 m hohen Fundamentsockel versehen und dann an der Innen- wie Außenseite mit kleineren Grauwackequadern gemauert, die im Zwischenraum mit Gußbeton gefüllt wurde. Vor der Stadtmauer befand sich zudem ein ca. 4 m tiefer und 9 m breiter Stadtgraben. Von einem bekrönenden Zinnenkranz ist nichts mehr erhalten. Hier an der Nordseite ist der Geländeunterschied gut sichtbar.

Die Nordseite der Stadt besahs nur ein mächtiges Stadttor, ein 30,5 m breiter dreitoriger Bau mit flankierenden quadratischen Seitentürmen. Die beiden seitlichen Tordurchgänge waren für Fußgänger bestimmt und 1,9 m breit, sie ließen sich mit Türen schließen. Die mittlere Tordurchfahrt mit 5,6 m Breite war für Fuhrwerke gedacht und hatte ein Fallgitter. Überfangen war das Tor mit einer großen Inschrift „CCAA“, den abgekürzten Stadtnamen Colonia Claudia Ara Agrippinensium, sie befindet sich heute im Römisch-Germanischen Museum.

Im Inneren des Stadttors führten Gänge in einen Innenhof und zu einem weiteren Tor. In einem Verteidigungsfall konnte von oberen Laufgängen gegen die Feinde gekämpft werden.

Heute ist ein Teilstück des nördlichen Fußgängerdurchgangs in der Nähe des originalen Standortes sichtbar.

Weitere Torfundamente und ein Teilstück der Wehrmauer sind in der Tiefgarage unter der Domplatte und in der Ausgrabungszone unter dem Kölner Dom zu besichtigen.

 

Das römische Nordtor, Köln

 
 
 

Was es zu entdecken gibt

Entlang der römischen Stadtmauer sind im Boden Stadtpläne vom römischen Köln eingelassen.

In der Tiefgarage sind Teile des Nordtores und des Nordtorfundamentes sichtbar. Zudem ein römischer Keller aus dem 2. Jh. und den sog. Annostollen, aus dem Erzbischof Anno 1074 vor den Kölner geflohen sein soll. Etwas weiter in die Tiefgarage hinein ist der Brunnen des Alten Kölner Doms zu sehen. Ein 15 m tiefer Schacht aus Tuffsteinquadern gemauert. Im Hintergrund ist die Fassade des gotischen Doms zu sehen.

 
 

direkte Umgebung

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Eine Kirche mit Fenstern für die Ewigkeit – St. Andreas

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Als Köln noch eine Festung war – Die Westgrenze der RömischeN Stadtmauer