Ein internationales Zentrum des Glaubens in Köln – Die Minoritenkirche
Zentrum des Kolpingwerks und Pilgerzentrum über die Grenzen Deutschlands hinaus.
Reich an Kultur – arm an Besitz. So könnte man die Minoritenkirche und deren Erbauer die Franziskaner bezeichnen. Der Bettelorden begann mit dem Bau 1245, als 3-schiffige gotische Basilika. Vollendet wurde die Kirche jedoch erst im 14. Jh., was sie zu einer der ältesten Bettelordenkirchen Kölns macht. In der Tradition der Bettelordnen gibt es keinen Kirchturm, sondern lediglich einen Dachreiter, eben wie auch nur sehr zurückhaltendes Dekor. Während den Koalitionskriegen wurde sie als Speicher und später als Anstalts- und Hospitalkirche genutzt. 1846 ging die Kirche dann in den Besitz des Domkapitels über.
Während der Säkularisation wurden die anliegenden Konventsgebäude abgerissen. An ihrer Stelle wurde, mit wenigen integrierten Resten des Kreuzgangs, das erste Wallraf-Richartz-Museum erbaut. Heute beherbergt es das Museum für Angewandte Kunst Köln MAKK.
Im II. Weltkrieg wurde die Minoritenkirche beschädigt und vereinfacht wiederaufgebaut, so entschied man sich für einen Rückbau der südlichen Seitenschifffenster, die im 15. Jh. vergrößert wurden.
Historische Ansicht der Minoritenkirche von Nordwesten
Highlights
Ruhestätte eines Sozialreformer – Grabmal Adolf Kolpings
Ein (Vor-)Denker seiner Zeit – Grabmal Johannes Duns Scotus, erster Philosoph, der sich auf die Frage gewidmet: Wie lässt sich die Einheit von Wissenschaft und Glaube fassen, ohne dass das Eine vom anderen Verkannt oder missachtet wird.
Gotischer Nebenraum – Gotische Sakristei von 1250, vermutlich der ehemalige Kapitelsaal des Klosters.
Direkte Umgebung
Kölnisches Stadtmuseum
Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK)
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Reproduktions-Nr: rba_711694
Karl Hugo Schmölz, Kriegsschäden an der Minoritenkirche und dem Wallraf-Richartz-Museum, 06.1946, rba_711694 © HAStK-RBAReproduktions-Nr: rba_c009538
Thomas Cranz, Adolf Wegelin, Johann Peter Weyer, (Verleger), Kirche der Minoriten, Äußere Ansicht von der Nordwest-Seite, aus: Weyer, Kölner Alterthümer, Band XV, Tafel 2, 1838/1841, Zeichnung, aquarelliert, 31 x 21,1 cm © Kölnisches Stadtmuseum, Graphische Sammlung, rba 2026