100.000 Jahre Köln an einem Ort – Das Römisch-Germanische Museum
Der Roncalliplatz muss derzeit ohne die gewohnte Ausstellung des Römisch-Germanischen Museums auskommen. Während der Stammsitz saniert wird, sind ausgewählte Objekte ins Belgische Haus in der Cäcilienstraße 46 umgezogen. Dort werden Funde aus mehr als 100.000 Jahren Kölnischer Siedlungsgeschichte neu präsentiert. Die Sammlung reicht von den Menschen der Altsteinzeit über bandkeramische Dörfer in Köln-Lindenthal bis zu fränkischen Gräbern der Merowingerzeit. Das Highlight bilden die vielen Artefakte und Zeugnisse aus 500 Jahren römischer Stadtgeschichte. Dabei zeigen die Objekte anschaulich, wie sich Leben, Arbeit und Bestattung im Rheinland verändert haben.
Die Gründung im Jahr 1946, sowie die Eröffnung des Standorts am Roncalliplatz 1974, ist das Ergebnis aus der Fusion der römischen Abteilung des Wallraf-Richartz-Museums und dem Museum für Vor- und Frühgeschichte. Das genau dieser Standort direkt neben dem Dom gewählt wurde, hat mit einem ganz bedeutenden Fund während dem II. Weltkrieg zutun: Bei Ausschachtungsarbeiten für einen Dombunker stieß man auf einen Mosaikfußboden, das Dionysosmosaik. Heute gehört das Museum zu den herausragenden archäologischen Sammlungen Europas und zeigt neben römischen Gläsern und Kunstwerken auch die Ergebnisse fortlaufender Ausgrabungen im Stadtgebiet Köln.
Zurzeit ist das Römisch-Germanische-Museum am Roncalliplatz wegen umfassenden Sanierungsarbeiten geschlossen. Im Interim im Belgischen Haus am Neumarkt wird eine Auswahl von rund 1.000 Objekten, die Alltag, Handel und Kultur
Keramikgefäße und Steinwerkzeug aus der bandkeramischen Siedlung Köln-Lindenthal, 6./5. Jahrtausend v. Chr.
Highlights
Die Römer und ihre Gläser — Das Museum besitzt die weltweit größte Sammlung römischer Glasgefäße aus dem 1. bis 4. Jahrhundert n. Chr..
Dionysosmosaik und das Grabmal des Lucius Poblicius — Das große Panoramafenster am Roncalliplatz machen das Dionysosmosaik und das Grabmal des Lucius Poblicius bei Tag und Nacht sichtbar.
Ein Leben im Luxus — Ausstattungen vornehmer Stadthäuser in Form von Wandmalereien, Mosaiken oder Gegenständen wie Miniaturen aus Bernstein zeigen das römische Bedürfnis nach Kunst und Luxusgegenständen.
Kulturen vor den Römern — Im Rheinland siedelnde Kelten und Germanen hinterließen ihre Spuren durch Grabhügel und deren Beigaben — Keramikgefäße oder Objekte aus Bronze und Eisen zeugen von ihren Kulturen.
Der Anfang der Landwirtschaft — Die Entdeckung der bandkeramischen Siedlung in Köln-Lindenthal zählt als Meilenstein der jungsteinzeitlichen Forschung in Europa — Keramikgefäße, Steingeräte und Waffen zeugen von der ersten europäischen Kultur, die vor fast 8.000 Jahren zur Landwirtschaft überging.
Direkte Umgebung
Artothek – Haus Saaleck
Römische Hafenstraße
Heinzelmännchenbrunnen
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Bandkeramik im Römisch Germanischen Museum_ c_ Römisch Germanisches Museum, 2026
Muschelpokal aus Glas im Römisch Germanischen Museum_ c_ Römisch Germanisches Museum, 2026
Römische Kleinfunde im Interim im Belgischen Haus_rba_d051552_25_c_Fotograf*in: Wegner, Anja, 2019.11.19, Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv, 2026
Römische Stele im Interim im Belgischen Haus_ rba_d051552_02_c_Fotograf*in: Wegner, Anja, 2019.11.19, Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv, 2026 -