Vom Waffenarsenal zum Kulturareal – Das Zeughaus

Die Geschichte des Zeughauses – vom Waffenarsenal zum Museum hin zu einer ungewissen Zukunft.

1594 als Waffenlager für Pulver und Waffen an die Stelle eines Vorgängerbaus errichtet. Bereits im 17. Jh. wurden historische Waffen Reisenden präsentiert. Unter französischer Herrschaft wurden viele Objekte nach Frankreich gebracht oder gelangten in den Besitz von Ferdinand Franz Wallraf. Doch erst mit der Entmilitarisierung des Rheinlands 1918 wurde das Haus gänzlich zivil genutzt. Nachdem verschiedene Behörden dort untergebracht waren, zog 1958 schließlich das Kölnische Stadtmuseum ein und ein Teil der Sammlung Wallrafs gelangte mit vielen Umwegen auch wieder zurück ins Zeughaus. Das Backsteingebäude ist reich gestaltet mit Giebeln und Schmuckportalen und Friesen, angelehnt an die niederländische Renaissance. An der Westseite befindet sich ein achteckiger Treppenturm, der leicht über den Giebel herausragt. 1991 installierte der Künstler HA Schult sein Kunstwerk „Goldener Vogel“ auf dem Treppenturm, einen originalen Ford Fiesta mit riesigen Flügeln.

2017 musste der Museumsstandort aufgrund eines Wasserschadens geschlossen werden. Durch den Fund von Asbest und den damit verbundenen Mehrkosten einer Sanierung bleibt die Zukunft des Zeughauses und der anliegenden Gebäude, wie der Neuen Wache ungewiss.

Das Kölner Zeughaus vor seinem Umbau zwischen 1594 und 1606. Historische Darstellung nach Friedrich August Mottu

Highlights

Studierende planen die Zukunft –Architekturabsolvent*innen der TH Köln haben sich in ihren Abschlussarbeiten mit der Zukunft des Zeughauses und des Areals beschäftigt. Die Arbeiten sind digital auf der Webseite des Kölnischen Stadtmuseums einsehbar.

Ein Museum auf Wanderschaft – Das Kölnische Stadtmuseum befindet sich für 10 Jahre im Interim und hat im Haus Sauer einen vorrübergehenden Standort gefunden.

Das zweite Leben des Portals – Das Prunkportal von Melchior von Rheidt aus den 1590er Jahren befindet sich heute in der Prophetenkammer des Historischen Rathauses.

 
 
 

Direkte Umgebung

Römermauer Norden

Römerbrunnen

 
Zurück
Zurück

Ein Brunnen ohne festen Wohnsitz – Der Petrusbrunnen

Weiter
Weiter

Vom Wahrzeichen zum Bodendenkmal – Das Ubiermonument