Eine verschmähte Liebe mit Helden und doch ohne Happyend – Der Jan-von-Werth-Brunnen

In der Platzmitte des Alter Markts befindet sich ein Brunnen mit Denkmal, welcher an einen Volkshelden Kölns erinnert: Reitergeneral Jan von Werth (1591-1652), der im Dreißigjährigen Krieg kämpfte. Der Brunnen ist 1884 von Wilhelm Albermann geschaffen worden.

Der Sage nach war Jan von Werth ein Bauernbursche vom Kümpchenshof. Weil er der Magd Griet nicht reich genug war und sie ihn deshalb verschmähte, zog er in den Dreißigjährigen Krieg, aus welchem er als siegreicher Reitergeneral in seine Heimatstadt durch das Severinstor zurückkehrte. Hier traf er Griet am Alter Markt wieder, lenkte sein Pferd auf ihren Stand zu, stieg ab und sagte zu ihr: „Griet, wer et hätt jedonn!“ (Griet, wer es getan hätte!). Und sie antwortete ihm: „Jan, wer et hätt jewoss!“ (Jan, wer konnte das wissen!). Er stieg daraufhin wieder auf sein Pferd und ritt davon.

Ganz in der Nähe steht eine steinerne Pumpe aus der Mitte des 18. Jhs. Sie mahnt an die desolaten Zustände der Wasserversorgung Kölns bis ins 19. Jh., die nur über Brunnen geschah.

Jan von Werth

Highlights

Dreiviertelrüstung – Die historische Dreiviertelrüstung des Reitergenerals Jan von befindet sich im Kölnischen Stadtmuseum.

Schild mit der Sage – Am Severinstor befindet sich ein Schild mit der Sage

Die Geschichte machte die Runde – Die Sage wurde auch auf einem Notgeldschein von 1921 in Köln gedruckt. Sie findet sich zudem bei vielen Schriftstellern mit unterschiedlichen Namensnennungen des Paares in anderen Regionen Deutschland.

Die Sage in Reimform – 1837 schrieb Carl Cramer ein kölsches Gedicht über Jan und Griet.

Jährliches Schauspiel – Die Kölner Karnevalsgesellschaft Reiter-Korps „Jan von Werth“ von 1925 e.V. veranstaltet jährlich einen Karnevalszug mit historischem Schauspiel an Weiberfastnacht.

 
 
 

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