Das Wasser von Köln – Farina und das erste Eau de Cologne
Dieses 3-geschossige Geschäfts- und Wohnhaus stammt zwar erst aus dem Jahre 1899, doch reicht die Geschichte Farinas weiter zurück, zur wohl ältesten Parfümfabrik der Welt.
Der im italienischen Santa Maria Maggiore, 1685 geborene Johann Maria Farina siedelte 1709 nach Köln und brachte hier sein neu entwickeltes Parfüm auf den Markt. In Frankreich lernte er die Kunst der Destillation und schuf nun erstmalig mit der Eau de Cologne eine neue Duftgattung. Sein revolutionärer Duft, eine Kombination aus Bergamotte, Zitrusöle und reinem Alkohol ist bahnbrechend und bezeichnet den Beginn der modernen Parfümerie. Zu Ehren seiner neuen Heimat benennt er den Duft nach der Stadt Köln, nutzt die Sprache des Hofs, Französisch, denn genau hier liegt seine Kundschaft: Erzbischöfe, hochrangige Offiziere, Adel, Könige und Königinnen. Der Unisexduft verbreitete sich an den Höfen und im Adel ganz Europas.
Im 19. Jh. führte der Erfolg zu hunderten Nachahmungen, die jedoch alle völlig anders rochen und teilweise noch riechen.
Mittlerweile ist der Name „Farina“ und „Eau de Cologne“ markenrechtlich geschützt und das Parfüm wird mittlerweile in der 8. und 9. Generation in Köln hergestellt.
Der heutige Bau, ist eines der wenigen historischen Bauwerke in Köln, welches den II. Weltkrieg nahezu unbeschadet überdauert hat. Das von den Architekten Schreiterer und Below erbaute Eckgebäude wurde im Stile des Neubarock erbaut.
Ebenerdig befindet sich der Verkaufsraum, in Teilen des Kellers und des erstens Stocks wurde 2003 ein Museum zur Geschichte des Parfüms und im Besonderen zu Farina eingerichtet.
Farina Duftmuseum
Highlights
Verewigung am Ratsturm – Auf der Nordseite im 2. Obergeschoss des Ratsturms wurde Johann Maria Farina 1988-95, als eine der 124 steinernen Figuren, verewig.
Grabstätte auf Melaten – Die Grabstätte der Familie Farina befindet sich seit 1810 auf dem ↗ Kölner Melatenfriedhof.
Zu diesem Beitrag gibt es einen Audiobeitrag in der Via Culturalis Audiotour-App.
Dirkete Umgebung
Museum Miqua
Haus Neuerburg
Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
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Rosolie Farina
Reproduktions-Nr: rba_d028219
Bildnachweis: Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv, Meier, Wolfgang F., 07.04.2011Rosolie Farina, Köln, Kölnisches Stadtmuseum, Köln, Inv.-Nr. KSM 1992/170
Reproduktions-Nr: rba_mfL002458_72
Bildnachweis: Historisches Archiv mit Rheinischem BildarchivAdresskarte des Jean Maria Farina, Gülich Platz/Obenmarspforten, 1858
Reproduktions-Nr: rba_mfL002458_72
Bildnachweis: Historisches Archiv mit Rheinischem BildarchivAdresskarte des Jean Maria Farina, Gülich Platz/Obenmarspforten, 1858
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