Bruche mer nit, fott domet – Der Rhein als Abfluss deS Antiken

Wer heute über den Theo-Burauen-Platz geht, ahnt nichts davon. Zehn Meter unter dem Pflaster verlief einmal eine der bemerkenswertesten Infrastrukturen der Antike: das Abwassernetz des römischen Köln. Bis zu 2,50 Meter hoch und 1,20 Meter breit, aus Tuffblöcken gefügt, mörtellos und doch dicht — diese Kanäle leiteten das Schmutzwasser einer Stadt von rund 15.000 Menschen zuverlässig in den Rhein.

Das Netz war Teil eines durchdachten Gesamtsystems: Im Norden versorgte die Eifelwasserleitung die Stadt mit bis zu 20.000 Kubikmetern Frischwasser täglich, im Süden floss das Abwasser durch vier Hauptleitungen und unzählige Nebenkanäle ab. Was die Römer in wenigen Jahrzehnten bauten, erreichte Köln erst wieder im 19. Jahrhundert. Dazwischen dienten die Kanäle als mittelalterliche Keller und im Zweiten Weltkrieg als Bunker — ein Netz, das nie wirklich außer Betrieb ging.

Ein kleines Teilstück ist heute bereits sichtbar, freigelegt beim Bau des modernen Abwasserkanals unter der Kreuzung Unter Goldschmied / Große Budengasse. Nach der Eröffnung des Museums MiQua wird ein 150 Meter langer Abschnitt dauerhaft zugänglich sein — ein Gang durch die Kanalgeschichte Kölns, buchstäblich in die Tiefe.

Ein kleines Teilstück ist heute bereits sichtbar, freigelegt beim Bau des modernen Abwasserkanals unter der Kreuzung Unter Goldschmied / Große Budengasse. Nach der Eröffnung des Museums MiQua wird ein 150 Meter langer Abschnitt dauerhaft zugänglich sein — ein Gang durch die Kanalgeschichte Kölns, buchstäblich in die Tiefe.

 
 
 
 

Was es zu entdecken gibt

Das sichtbare Teilstück — Ein freigeltes Stück des antiken Kanals ist heute schon zu sehen — am Rand des Platzes, wo der moderne Abwasserkanal auf das Alte traf.

Maße und Material — Bis zu 2,50 m hoch, 1,20 m breit, aus Tuffblöcken — die Dimensionen machen deutlich, dass hier kein provisorisches Bauwerk entstand.

Die Eifelwasserleitung — 130 km lang, bis zu 20.000 m³ Trinkwasser täglich: Der Zulauf war ebenso beeindruckend wie das Abwassernetz. Mehr dazu im Museum MiQua.

Vom Keller zum Bunker — Im Mittelalter als Keller genutzt, im Zweiten Weltkrieg als Schutzraum — die römischen Kanäle hatten immer eine Funktion, nur selten die ursprüngliche.

Museum MiQua — Nach der Eröffnung werden 150 m des Kanals begehbar sein. Informationen: museenkoeln.de/miqa

 
 

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