Kölns ungleiches Traumpaar – „Tünnes“ & „Schäl“

Wenn man einmal im Leben im Hänneschen-Theater eine Vorstellung gesehen hat, werden einem zwei Figuren wohl ewig im Gedächtnis bleiben: „Tünnes“ und „Schäl“.

Zwei kölsche Originale, die den „typischen Kölner“ karikieren, auch wenn es sie nie in echt gegeben hat. „Tünnes“ ist bereits seit 1803 im Ensemble des Hänneschen-Theaters vertreten, „Schäl“ kam in den 1850er Jahren hinzu.

1974 erschuf der Kölner Bildhauer Wolfgang Reuter die Bronzefiguren im Auftrag von Kölner Architekt Josef Engels. Die Bronzeplatte hinter den beiden verweist auf ihn: „Hier im Hanenhaus logieren Tünnes und Schäl bei ihrem Freund Jupp Engels“.

Doch was bedeutet eigentlich Tünnes und Schäl? Selbst für Köln sehr eigenwillige Namen. Der Name Tünnes leitet sich von Anton ab. Er schaut gerne mal etwas tiefer ins Glas, weshalb er eine dicke Knollnase hat. Er ist eher ein einfacher Mensch mit friedlichem Gemüt. Ein typischer Bauer aus dem Kölner Umland. Die Nase von „Tünnes“ ist bereits glänzend gerieben, denn es soll Glück bringen, diese zu berühren.

Der Name Schäl hingegen bezieht sich einmal auf das Schielen und zum anderen bedeutet es schlecht oder falsch, so dass der Name mit Absicht doppeldeutig ist, denn er ist immer adrett gekleidet, doch ist sein Charakter eher listig und manchmal sogar hinterhältig.

„Tünnes“ & „Schäl“

Highlights

Doppelgänger – Zwei ähnliche Skulpturen von Tünnes und Schäl stehen in der Schalterhalle der Kreissparkasse am Neumarkt.

Kölsche Originale made by Austria – 1950 schuf der österreichische Bildhauer Wolfgang Wallner als erster Künstler Tünnes und Schäl. Die vier Meter hohe Figurengruppe mit den typischen Häusern der Kölner Altstadt wurden als sogenannte Nagelplastik für den Wiederaufbau des Gürzenich ausgestellt, wo sie sich heute noch befinden.

 
 

Direkte Umgebung

Groß St. Martin

Willi Ostermann Brunnen

Alter Markt

 
Weiter
Weiter

Wo früher Autos fuhren, flanieren heute Menschen – Die Rheinpromenade und der Rheingarten