„Trauernde Eltern“ – eine stille Skulptur nach Käthe Kollwitz zum Gedenken an den II. Weltkrieg
Hier sind in einem Mahnmal an das Gedenken des II. Weltkriegs weitere Mahnmale aufgestellt. Die Kriegszerstörte Kirche Alt St. Alban wurde als Kirchenruine gesichert und als Mahnmal für die Toten der Weltkriege und der NS-Diktatur als Ruine bewahrt. Im Kirchenschiff findet man zwei weitere Mahnmale: ein Kriegsgefangenenmahnmal und die Skulpturengruppe „Trauernde Eltern“.
Durch die leeren Türöffnungen in der Westfassade, wie auch aus den Fenstern des Gürzenich-Treppenhauses und des Stiftersaals des Wallraf-Richartz-Museums & Fondation Corboud erblickt man die „Trauernden Eltern“.
Die Künstlerin Käthe Kollwitz (1867-1945) gab ihrer Trauer 1931 in der Schaffung der Skulpturen Ausdruck um den 1914 gefallenen Sohn Peter. Die Skulpturengruppe stand ab 1932 auf dem deutschen Soldatenfriedhof Esen-Roggeveld, seit 1956 steht sie auf dem deutschen Soldatenfriedhof Vladslo in Westflandern in Belgien.
Theodor Heuss (1884-1963, erster Bundespräsident 1949-59) setzte sich seit 1955 engagiert für die Gestaltung der Kölner Gedenkstätte ein, wodurch eine Kopie nach dieser Skulpturengruppe entstand.
1954 erhielt Ewald Mataré den Auftrag. Mataré arbeite häufig mit seinen Schülern zusammen, und so gab er den Auftrag weiter an seine beiden Meisterschüler Joseph Beuys und Erwin Heerich. Heerich fertigte nach Originalen von Käthe Kollwitz die Mutter und Beuys den Vater an.
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Das Kriegsgefangenenmahnmal ist gut sichtbar von der Westseite her.
Das Fenster der Stiftersaals des Wallraf-Richartz-Museums & Fondation Corboud ist auf die Kirchenruine ausgerichtet.
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Gürzenich
Farina Haus
Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
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fehlend
Bildcredits
Bild gehört uns nicht. Nur zur Visualisierung.
Käthe Kollwitz, Mahnmal »Trauernde Eltern«, 1914-1932, leicht vergrößerte Kopien der Originale (Vater ca. 178 x 66 x 88 cm; Mutter ca. 164 x 70 x 120 cm), Muschelkalk, Bundesgedenkstätte für die Toten der beiden Weltkriege in der Kölner Kirchenruine von Alt St. Alban, ausgeführt 1953/54 von der Werkstatt Ewald Mataré, eingeweiht 1959