„Trauernde Eltern“ – eine stille Skulptur nach Käthe Kollwitz zum Gedenken an den II. Weltkrieg
Hier sind in einem Mahnmal an das Gedenken des II. Weltkriegs weitere Mahnmale aufgestellt. Die Kriegszerstörte Kirche Alt St. Alban wurde als Kirchenruine gesichert und als Mahnmal für die Toten der Weltkriege und der NS-Diktatur als Ruine bewahrt. Im Kirchenschiff findet man zwei weitere Mahnmale: ein Kriegsgefangenenmahnmal und die Skulpturengruppe „Trauernde Eltern“.
Immer wieder neu – Der Spanische Bau als Repräsentationsbau des Rathauses
Wie überall in der Innenstadt gibt es auch hier eine bewegte Geschichte, wir befinden uns im Judenviertel, direkt neben dem Historischen Rathaus. Bereits 1475 ist der Ankauf eines jüdischen Wohnhauses belegt, welches durch den Rat der Stadt Köln erworben und dann abgerissen wird. Der Neubau wird als Kanzlei und die Gewölbe zur Aufbewahrung der Schreinsbücher genutzt. Somit wird ein erstes Archiv der Grundbücher direkt neben dem Historischen Rathaus geschaffen.
Wie Köln seine Unabhängigkeit sichtbar machte – Der Ratsturm
Die Westseite des Alter Markts wird vom Historischen Rathaus bestimmt. Es wurde im II. Weltkrieg größtenteils zerstört und zeigt heute teilweise originalgetreuen Wiederaufbau, erhaltene Gebäudeteile und völlig neugeschaffene Bauteile.
Der Ratsturm wurde fast gänzlich zerstört und rekonstruiert. Erbaut wurde der Ratsturm 1407-14 durch den Rat der Stadt Köln als Machtsymbol: 1396 entstand der Verbundbrief, das Zeugnis des Sieges der Gaffel über die Zünfte und einer politischen Neuordnung Kölns. Im Zuge der Befreiung und Unabhängikeit zum Erzbischof, ließ der Rat das Rathaus erweitern und den 61 m hohen Turm erbauen. Das höchste Gebäude in Köln. Federführend wurde der Turm unter Steinmetz und Ratsherr Jakob von Aldenmarkt erbaut.
Vom Haus der Bürger zur Bühne der Stadtgeschichte – das Historische Rathaus Köln
Bereits 1149 ist an dieser Stelle ein „Haus der Bürger“ (domus civium inter judeos sita) belegt, wohlgewählt durch die Kölner Bürgerschaft im Judenviertel. Der eigentliche Eingang befand sich immer auf der Westseite in der Judengasse, mitten im Judenviertel. So konnte die Bürgerschaft den jeweiligen Erzbischof politisch beschneiden und „aussperren