Frieden zu Füßen des Doms – Der Taubenbrunnen von Ewald Mataré

Der Taubenbrunnen von Ewald Mataré gilt als ein frühes Beispiel abstrakter Brunnenkunst im öffentlichen Raum des Nachkriegsdeutschlands.

Vor dem Westportal des Kölner Doms wurde 1953 der erste abstrakte Zierbrunnen nach dem II. Weltkrieg eingeweiht. Entworfen hatte ihn der Bildhauer Ewald Mataré. Er war Professor an der Kunstakademie Düsseldorf, zu seinen Schüler*innen gehörte unter anderem Joseph Beuys.

Der Brunnen besteht aus einer Spirale, an der das Wasser entlang in die Mitte in eine Eisenmulde fließt. Außen herum ist ein ovales Mosaik aus blauen, weißen, schwarzen und grauen Fliesendreiecken.  Im Lauf der Zeit wurden die Sitzbänke entfernt, das Mosaik restauriert, wobei einige ersetzte Steine farblich vom Original abweichen.

Der Taubenbrunnen kurz nach seiner Fertigstellung mit Blick auf den Kölner Dom (1953)

Highlights

Auf den Blickwinkel kommt es an – Aus verschiedenen Blickwinkeln und je nach Lichteinfall verändert sich die Wahrnehmung der geometrischen Struktur.

Nur wenige Schritte bis zum nächsten Mataré – Die Türen des unweit gelegenen Südportals des Doms hat Mataré 1947 neugestaltet.

Trinkstelle mit Symbolkraft – Der Brunnen sollte den Domtauben als Trinkstelle dienen, daher wurde er kurzerhand als wortwörtlichen Taubenbrunnen bezeichnet. Aber auch im übertragenen Sinne steht die Taube für Frieden und Hoffnung, in diesem Fall auf den Wiederaufbau der Stadt.

Trotz Einladung sind die Gäste nicht erschienen – Trotz, dass der Brunnen für Tauben gestaltet wurde, waren anscheinend keine Tauben an der Einweihungsfeier erschienen. Der Brunnen wurde wohl erstmal aus der Ferne begutachtet.

Kulturelles Erbe – Seit 1989 ist der Brunnen als Baudenkmal in die Kölner Denkmalliste eingetragen.


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