Rathausplatz
Wo Seit Jahrhunderten Politik gemacht wird
Der Rathaus Platz © Bernd Lehnert
Im Augenblick ist der Rathausplatz nicht wirklich im Stadtbild sichtbar, denn durch die umfangreichen Ausgrabungen und den Neubau des ersten jüdischen Museums Kölns, dem MiQua, ist der Platz aktuell nicht begehbar.
Der Rathausplatz hatte erst nach der Zerstörung des II. Weltkriegs eine wirkliche Platzgröße erlangt. Bis zum Kriegsende war er eng bebaut: in der Antike durch den Stadthalterpalast und Wohnbauten, im Mittelalter durch privat Gebäude, Werkstätten christlicher und jüdischer Kölner*innen und zum Beispiel mit der ehemaligen Ratskapelle, der nach der Judenvertreibung 1424 umgeweihten und umgenannten jüdischen Synagoge, einem Bau aus dem 11. Jh. Im II. Weltkrieg wurde der Bau völlig zerstört und man entschied sich für einen Abriss. Den Grundriss zeigte eine andere Pflasterung in der Platzgestaltung.
Nach der Fertigstellung des Museums wird der Platz eine ähnliche Größe besitzen wie im mittelalterlichen Köln: Eng bebaut mit kleinen Gassen. So gab es keinen verschenkten Bauplatz im Herzen der Innenstadt.
Mitten im Zentrum rund um das historische Rathaus befindet sich der Rathausplatz. Seit Jahrhunderten wird hier Stadtgeschichte und -politik geprägt.
Schon in der Zeit des römischen Kölns befand sich hier mit dem Prätorium, dem Sitz des Stadthalters, ein Verwaltungszentrum. Durch den Bau des Historischen Rathauses im frühen Mittelalter und dem Erweiterungsbau, dem Neuen Rathaus, heute bekannt als Spanischer Bau verfestigte sich die politische Machstruktur an diesem Ort bis heute.
der Rathausplatz
Schicht für Schicht erzählt
Unter dem Pflaster liegen römische Abwasserkanäle und das jüdische Viertel. Darüber treffen Rathaus, MiQua, Wallraf-Richartz-Museum, Farina und Alt St. Alban aufeinander – Orte, die von Kunst, Erinnerung, Duftgeschichte und urbanem Leben erzählen.
Auf einen Blick
Der Rathausplatz
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Viele Orte können auch gehört und digital erkundet werden:
Zum Beispiel in der Via Culturalis Audiotour-App.