Das Quartier
Zwei Jahrtausende StadtGEschichte
Mit der Via Culturalis besteht in der Kölner Innenstadt ein Kulturquartier von außergewöhnlicher Dichte. Auf einer längsten Ausdehnung zwischen dem Dom im Norden und St. Maria im Kapitol im Süden liegen weniger als 800 Metern. Hier begegnen sich römische Vergangenheit, das jüdische Erbe der Stadt und bedeutende Museen und auf engstem Raum. Köln erzählt sich hier durch zwei Jahrtausende Geschichte hindurch neu.
Die Via Culturalis entfaltet sich dabei nicht entlang einer klassischen Achse, sondern über eine Folge prägender Stadträume: vom Roncalliplatz und dem Heinrich-Böll-Platz über Am Hof und den Kurt-Hackenberg-Platz bis hin zu Alter Markt und Heumarkt. Jeder dieser Plätze besitzt seinen eigenen Charakter – und öffnet den Zugang zu den kulturellen Orten, Sammlungen und Geschichten des Quartiers.
Blick über Köln: des Kulturquartiers Via Culturalis © Bernd Lehnert
Die Plätze des Kulturquartiers
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Alter Markt
Postkartenmotiv und Alltag zugleich. Zwischen Fassaden und Außengastronomie spielt sich hier Kölns öffentliche Bühne ab – laut, gesellig, manchmal übervoll. Und doch bleibt er einer der wenigen Orte, an denen Geschichte ganz selbstverständlich Teil des Alltags ist.
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Am Hof
Hier beginnt das feine Geflecht zwischen Dom, Museum und Stadtbewegung. Wer stehen bleibt, merkt schnell: Es ist weniger ein Platz als ein Übergang – zwischen monumental und alltäglich. Ein guter Ort, um anzukommen, ohne es gleich zu merken.
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Appellhofplatz
Wo alte Mauern sprechen.
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Domkloster
Wo Köln hoch hinaus und tief zurück blickt.
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Fischmarkt & Altstadt-Rheinufer
Im Mittelalter entwickelte sich der Kölner „Feschmaat“ am Rheinufer zu einem wahren Großhandel. Zwischen dem Chor der Kirche Groß St. Martin in der Altstadt und der Stadtmauer am Fluss trafen sich Händler*innen aus der Stadt und dem Umland, um mit ihrem Fisch zu handeln.
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Gülichplatz
Der Gülichplatz verbindet MiQua, Wallraf-Richartz-Museum und Rathaus zu einem Stadtraum, in dem unterschiedliche Zeiten direkt aufeinandertreffen.
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Günter-Wand-Platz
Wo Feste gefeiert und Verluste bewahrt werden.
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Heinrich-Böll-Platz
Ein Ort zwischen Beton, Bäumen und großer Kultur. Hier trifft Nachkriegsarchitektur auf Musik, Kunst und Bewegung – manchmal rau, oft überraschend lebendig. Wer länger bleibt, entdeckt die feinen Übergänge zwischen oben und unten, laut und leise.
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Hermann-Josef-Platz
Wo sich Kölns Epochen überlagern.
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Heumarkt
Wo Kaufleute zum Anhalten gezwungen wurden. Heute nur noch schwer vorstellbar, doch befand sich hier ursprünglich in der Antike noch ein Rheinarm, der die Insel mit Groß St. Martin umschloss und als Hafen genutzt wurde.
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Kurt-Hackenberg-Platz
Einer der Orte, an dem die Zukunft der Via Culturalis schon spürbar ist. Offen, hell und durchlässig verbindet er Wege, Menschen und Blickachsen. Ein Platz, der nicht drängt – sondern einlädt.
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Kolpingplatz
Wo Gemeinschaft Menschen stark macht.
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Laurenzplatz
Wo Kölns starke Stimmen Gehör finden.
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Rathausplatz
Mitten im Zentrum rund um das historische Rathaus befindet sich der Rathausplatz. Seit Jahrhunderten wird hier Stadtgeschichte und -politik geprägt.
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Roncalliplatz
Der Dom zieht alle Blicke – doch der Platz organisiert sie. Zwischen Pilgern, Tourist:innen und Kölner Alltag entsteht eine Dynamik, die ständig in Bewegung ist. Kaum ein Ort zeigt deutlicher, wie Köln sich selbst begegnet.
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Theo Burauen-Platz
Der wohl beliebteste Kölner Oberbürgermeister des 20. Jahrhunderts war Döres - Theo Burauen. Er wurde durch den Sieg der SPD 1956 ins Amt berufen und war bis 1973 Oberbürgermeister der Stadt Köln. In seine Amtszeit vielen die großen Wiederaufbauprojekte der Stadt, um die er sich kümmerte, wie das Historische Rathaus
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Wallrafplatz
Wo es zwischen Medien, Konsum und Kunst pulsiert.
Orte des Kulturquartiers
2.000 Jahre Stadt — Kultur — Geschichte
Die Via Culturalis erzählt Köln als zusammenhängenden Stadtraum. Zwischen Dom, Rathaus und Altstadt verbinden sich Kulturorte, Geschichte und Gegenwart zu einer gemeinsamen Erzählung. So entsteht ein Kulturquartier, das mehr ist als die Summe seiner Teile – ein Ort, an dem Stadt sichtbar und erlebbar wird.
Wenn man einmal im Leben im Hänneschen-Theater eine Vorstellung gesehen hat, werden einem zwei Figuren wohl ewig im Gedächtnis bleiben: „Tünnes“ und „Schäl“.
Was heute durch seine Grünflächen eine gerngesehene Abwechselung zum vom Beton dominierten Kölner Stadtbild ist, war vor mehr als 40 Jahren eine Hauptverkehrsachse für den Autoverkehr.
Der Petrusbrunnen auf der Papstterrasse hat schon verschiedene Standortwechsel hinter sich.
1594 als Waffenlager für Pulver und Waffen an die Stelle eines Vorgängerbaus errichtet. Bereits im 17. Jh. wurden historische Waffen Reisenden präsentiert.
Das Ubiermonument – Ein Zufallsfund entpuppt sich als Kölns ältestes Bauwerk. 1965 stießen Bauarbeiter in Köln bei Ausschachtungsarbeiten auf mächtige Quader aus Tuffstein. Teile des Ubiermonuments kam ans Licht.
Der Taubenbrunnen von Ewald Mataré gilt als ein frühes Beispiel abstrakter Brunnenkunst im öffentlichen Raum des Nachkriegsdeutschlands.
Wo einst exklusive Mode verkauft wurde, erzählt heute das Kölnische Stadtmuseum von den Menschen, Ereignissen und Gefühlen einer Stadt.
Der Roncalliplatz muss derzeit ohne die gewohnte Ausstellung des Römisch-Germanischen Museums auskommen. Während der Stammsitz saniert wird, sind ausgewählte Objekte ins Belgische Haus in der Cäcilienstraße 46 umgezogen.
Zentrum des Kolpingwerks und Pilgerzentrum über die Grenzen Deutschlands hinaus.
Direkt neben dem Kölner Dom, inmitten von Restaurants und Brauhäusern, befindet sich mit dem Excelsior Hotel Ernst eine der exklusivsten Adressen der Stadt – und das bereits seit 1863.
Aus dem Kölner Karneval sind seine Lieder nicht wegzudenken. Wenn die Töne für „Wer soll das bezahlen?“ oder „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“ anklingen, singen fast alle immer mit.
Als Johann Christoph Winters 1892 das Hänneschen-Theater gründete, war es zunächst als Puppentheater für Kinder gedacht, welches Stücke in der Adventszeit aufführte.
Am Rheinufer ragt Groß St. Martin mit seinem markanten Turm über die Dächer der Altstadt. Seine vier Ecktürme rahmen den hohen Vierungsturm ein und zeichnen sich gegen den Himmel ab.
Dieses Gebäude hat bereits Einiges in seiner mehr als 570-jährigen Geschichte erlebt: Kaiserbesuche, Bankette und Maskenbälle. Neben diesen repräsentativen Funktionen war der Gürzenich vor allem eins: Warenlager und Kaufhaus.
Direkt gegenüber dem Dom, am Roncalliplatz gelegen, befindet sich das gleichnamige Dom-Hotel: eines der ältesten Grandhotels Europas. Es wurde aber mehrmals neu aufgebaut.
Auf einen Blick
Sehenswertes
Entlang der Via Culturalis gibt es vieles zu entdecken, das sichtbar macht, was das Kulturquartier auszeichnet: das unmittelbare Nebeneinander von Geschichte, Kultur und urbanem Leben. Römische Bezüge, mittelalterliche Spuren und zeitgenössische Architektur verdichten sich hier zu einem Stadtraum mit ganz eigener Präsenz. Zu vielen Beiträgen finden Sie auch Hörstücke in unserer Via Culturalis Audiotour-App – hören Sie rein: